Projekt    

OSTC in der Druckkammer
Es gibt bereits eine ganze Reihe leistungsstarker Tauchcomputer auf dem Markt – vielleicht nicht wie Sand am Meer, aber doch eine ausreichend große Produktpalette, aus der man wählen kann. Warum also noch einen neuen entwickeln?

Die ursprüngliche Idee für das Projekt ergab sich aus Details, die an den etablierten Produkten störend auffielen:

  • Welches Rechenmodell verwendet der Computer für die Dekompressionsberechnung, warum lässt sich das nicht genau einsehen und nachvollziehen?
  • Warum muss man für Zusatzfunktionen wie Trimix häufig teuer bezahlen, wenn man sie theoretisch doch selbst implementieren könnte?
  • Die Entwicklung der Rechenmodelle schreitet voran. Warum kann ich meinen alten, gewohnten Computer nicht mit den neusten Modellen aufrüsten?
  • Warum kann man Art, Größe und Position der auf dem Display angezeigten Informationen nicht beeinflussen?
  • Warum kann ich keine eigenen Softwaremodule schreiben und diese auf meinem Computer installieren?
  • Warum kann ich die robuste Hardware meines Computers nicht für weitere Funktionen eigener Projekte mitnutzen?

Zwar gibt es etablierte Tauchcomputer, die eine oder sogar mehrere dieser Funktionen anbieten, aber keinen, der alle Funktionen und Module bis ins Detail konfigurierbar macht.

So entstand die Idee eines Tauchcomputers, dessen Programm für die Benutzer offen liegt – zur besseren Nachvollziehbarkeit, um eigene Einstellungen vorzunehmen, zusätzliche Module einzubauen oder sogar das gesamte Programm von Grund auf neu zu gestalten.

Dieselbe Idee also, die auch hinter dem Betriebssystem Linux steckt.


Ähnlich wie der Linux-Nutzer einen Computer braucht, um vom System profitieren zu können, benötigt man auch für einen Open Source Tauchcomputer (OSTC) ein Gerät, auf dem die Software laufen kann. Für das Gerät zahlt man; die Software und sämtliche Updates sind ebenso kostenlos wie die Möglichkeit, eigene Programme und Funktionen einzubinden.

Obwohl uns die Idee eines OSTC schon mehrere Jahre beschäftigt, lag das Projekt vor allem aufgrund der aufwändigen Hardware lange Zeit auf Eis. Anfang 2007 wurde der OSTC neu belebt. Ein erster Prototyp wurde entworfen, mit einem Programm ausgestattet, getestet, überarbeitet und wieder getestet, bis wir mit Funktionalität und Design zufrieden waren. Dabei wurde das Gehäuse bewusst so ausgelegt, dass im Innern noch Platz für zusätzliche Module vorhanden ist und entsprechende Schnittstellen bereits angelegt sind.