Sicherheitsmaßnahmen:
Vor dem Umbau sollten folgende Sicherheitsmaßnahmen unbedingt beachtet
werden:
- Im
Innern des Blitzes befindet sich ein 1100µF Kondensator, der auf
330Volt Gleichspannung geladenen ist. Hier ist genug Energie gespeichert,
um mehrere erwachsene Menschen zu töten!
- Netzspannung (230Volt)
gilt als lebensgefährlich, 330Volt Gleichspannung hingegen sind tödlich.
- Niemals die Kontakte
des geladenen Kondensator berühren.
- Batterien vor dem
Basteln entfernen.
- Niemals die offene
Schaltung oder den geladenen Kondensator auf der Werkbank liegen lassen.
- Den geladenen Kondensator
niemals kurzschliessen - Explosionsgefahr!
- Den offenen Blitz
nicht betreiben.
- Der Umbau sollte
nur von erfahrenen Bastlern mit vollisoliertem Werkzeug durchgeführt
werden.
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Der Umbau:
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1. Schritt:
Auslösen eines Blitzes mit Volleistung zum Leeren des Kondensators
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- Schalten
Sie den Blitz ein und verbinden Sie die beiden rot verbundenen Kontakte
am Blitzstecker mit einer Büroklammer. Entfernen Sie sofort
danach den Batteriedeckel oder schalten Sie den Blitz aus, um ein Nachladen
zu verhindern!
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Bauen Sie die Batterien aus.
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2. Schritt: Öffnen des Blitzgehäuses |
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Unter den ovalen Plastikabdeckungen befinden sich drei Schrauben.
Entfernen Sie diese und ziehen Sie das Gehäuse vorsichtig auseinander.
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Achtung, die Blitz-Kondensatoren können noch teilgeladen sein ->
Hochspannung, es besteht Lebensgefahr!
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Entfernen Sie zwei Muttern am Reflektor und ziehen Sie die Elektronik
aus dem Gehäuse.
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3. Schritt: Enladen der Kondensatoren |
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Benutzen
Sie eine isolierte Spitzzange, um vorsichtig die Kontakte der beiden
Kondensatoren mit einem 10kOhm-Widerstand zu verbinden.
Der kleinere gelbe ist der Zündkondensator (nicht in allen Blitzen
so vorhanden) und ebenfalls mit 330V Gleichspannung geladen. Der Widerstand
sollte jeweils 1-2 Minuten an die Kontakte gehalten werden. Kondensatoren
nicht kurzschliessen!
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An beiden Kondensatoren mit einem Voltmeter die Spannung messen; sie
muss jeweils unter 24 Volt liegen, ansonsten nochmals mit dem Widerstand
entladen.
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Nochmals Spannung messen, ist diese nun an beiden Kondensatoren unter
24 Volt gefallen können Sie fortfahren.
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4. Schritt: Austausch des entsprechenden Widerstandes (nur für YS 50 TTL
MM-II) |
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Prüfen
Sie die Beschriftung der gezeigten Diode ("1500V"). Im Beispielbild
ist eine "FR 3T 0.J" eingebaut.
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Handelt es sich auch bei Ihrem Modell um eine "FR 3T 0.J", löten
Sie die Diode aus und verbinden sie, wie gezeigt, neu mit einem 26kOhm-Widerstand
auf der Oberseite der Platine. Sollte die Doppelblitzauslösung daraufhin
nicht mehr funktionieren, ersetzen Sie den Widerstand mit einem 6,8kOhm-Typ.
Anmerkung: Wer Akkus in seinem Blitz verwendet, sollte den Widerstand
lieber noch um 3-4kOhm verringern, da sonst bei nachlassender Akku-Spannung
die Zeit zwischen zwei möglichen Blitzen zu lang wird. Für Batterien
reichen die üblichen 6,8kOhm aus. Testen Sie immer erst 26kOhm!
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Handelt es sich um eine "SO F 26", löten Sie die Diode aus und
verbinden sie, wie gezeigt, neu mit einem 26kOhm-Widerstand auf der
Oberseite der Platine. Bauen Sie auf keinen Fall einen geringeren
Wert ein! Die Doppelblitzauslösung sollte nun funktionieren. Beachten
Sie dazu bitte auch die Einstelltipps.
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Wichtig:
Scheinbar
kommt es bei Vorhandensein einer "SO F 26"-Diode und einem 6,8kOhm-Widerstand
zu einem Blitzdefekt. Die genannte Diode sowie der 6,8kOhm-Widerstand
brennen durch und müssen ersetzt werden (Ersatztyp für die Diode
z.B. BY228). Dies kann wiederum einen Defekt weiterer Bauteile verursachen.
Also:
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"SO F 26"-Diode -> 26kOhm Widerstand
- "FR 3T 0.J"-Diode -> Test mit 26kOhm; sollte die Doppelblitzauslösung
dann noch nicht funktionieren, langsam bis 6,8kOhm verringern |
Hat man alles richtig gemacht, sieht das Ergebnis z.B. so aus: |
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Der
Zündkondensator wird nun wesentlich schneller geladen als zuvor, der YS50
ist nach wenigen 10ms für einen neuen Blitz bereit. Die Ladezeit für den
großen Blitzkondensator ändert sich nicht, sodass an anderen Teilen
(Hochspannungserzeugung, Blitzregelung) keine Änderungen nötig sind. Auf
die Blitzleistung oder sonstige Funktion hat die Änderung keinen Einfluss.
Die
Belastbarkeit des Widerstandes sollte nicht höher als 1/4 Watt sein. Kommt
es zu einer Störung, brennt in diesem Fall lediglich der Widerstand durch,
während andere, teurere Teile nicht beschädigt werden. |
5. Schritt: Stromversorgungsprobleme für DA2 und TTL-Konverter beheben |
Bei
einigen Blitzen kommt es vor, das der Digital Adapter erst arbeitet, wenn
der Blitz nach dem ersten Einschalten für eine kurze Zeit ausgeschaltet
und unmittelbar wieder eingeschaltet wird.
Grund: Der
Digital Adapter versorgt sich direkt aus dem angeschlossenen Blitz mit
Strom. Bei Sea&Sea-Blitzen und vierpoligem Stecker ist für diese
Stromversorgung keine Ready-Leitung vorhanden. Stattdessen wird für
die Stromversorgung die Trigger-Leitung benutzt. Sie ist die einzige
stromführende Leitung am Sea&Sea-Interface.
Obwohl der
Digital Adapter nur 750µW Leistung zum Betrieb benötigt (davon läuft
immerhin eine 4MHz-CPU!), ist die Belastung für die Trigger-Leitung
unmittelbar nach dem ersten Einschalten zu hoch. Im Blitz läuft noch
die Ladeschaltung (diese ist auch bei angezeigter Blitzbereitschaft
immer aktiv), wodurch die Strombelastbarkeit der Triggerleitung weiter
sinkt. Der Digital Adapter läuft zwar, jedoch ist die Triggerspannung
nun zu niedrig, um den Blitz sicher zu zünden. Wird der Blitz jetzt
kurz ausgeschaltet, geht der Digital Adapter sofort in einen Stromsparmodus.
Ein im Digital Adapter befindlicher Kondensator puffert nun den Arbeitsspeicher.
Beim Wiedereinschalten des Blitzes ist der Kondensator im Digital Adapter
immer noch zum Großteil geladen, die zusätzliche Belastung beim
Einschalten auf der Triggerleitung entfällt und die Spannung bricht
nicht zu stark ein. Der Digital Adapter ist voll einsatzfähig solange
der Blitz nicht für mindestens 15 Sekunden ausgeschaltet wird.
Lösung: Außer
einem zusätzlich im Blitz anzubringenden Widerstand gibt es für dieses
Problem leider keine Lösung. Betroffene Benutzer müssen den Blitz für
einwandfreie Funktion erneut einschalten. Es betrifft jedoch nur wenige
Blitze mit vierpoligem Sea&Sea-Stecker.
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Löten
Sie einen ca. 500Ohm-Widerstand (z.B. 470Ohm) zwischen die weiße
Leitung im Blitz (Trigger) und den Batterie-Plus (die rote Leitung führt
zum Batteriekasten auf der Rückseite der Platine). Hierdurch funktionieren
alle /S Blitze problemlos.
Beachten Sie beim Umbau unbedingt die Sicherheitshinweise!
Selbstverständlich sollte nach dem Umbau der Widerstand isoliert
werden (Schrumpfschlauch, Isolierband).
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6.
Schritt: Zusammenbau
- Testen
Sie Ihre Änderung nicht im offenen Zustand! Hochspannung,
Lebensgefahr!
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Bauen Sie den Blitz sorgfältig wieder zusammen. Dabei kann auch gleich
der Gehäuse-O-Ring, der sich im schwarzen Teil des Gehäuses befindet,
überprüft werden.
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Um Wassereinbruch zu verhindern, achten Sie nochmals auf einen sorgfältigen
und sauberen Zusammenbau von Ober- und Unterteil; es sollten keine
Kabel eingeklemmt sein.
Fertig!
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